Der Gesamtkohlenwasserstoffanalysator Modell 650 FID

ist ein Flammenionisationsdetektor (FID) zur Messung der Gesamtkonzentration an flüchtigen (gas- oder dampfförmigen) Kohlenwasserstoffen in industriellen Prozessen.  Die überlegenen Eigenschaften des Analysators und der Probenahme sichern höchste Genauigkeit und Verlässlichkeit in den unterschiedlichsten Anwendungen. Die industriegerechte Ausführung der Analysatoren ermöglicht den Betrieb auch unter schwierigsten Umgebungsbedingungen und über große Temperaturbereiche.

  • Messung der Gesamtkonzentration von Kohlenwasserstoffen in industriellen Prozessen, z.B. für Lösemittelbilanzen oder Steuerung von Aktivkohleadsorbern.
  • Messprinzip Flammenionisationsdetektor (FID)
  • Online-Montage mit beheiztem Probenahmesystem für zuverlässige, schnelle Messung und geringem Wartungsaufwand
  • Auch für die Installation im Außengelände

PrevEx Analysatoren finden Anwendung in allen industriellen Prozessen, in denen brennbare Gase oder Dämpfe auftreten können. Das Spektrum reicht vom Flexodruck bis zur Stahl- und Aluminiumbandbeschichtung (Coil-Coating), von Wärmebehandlungsöfen bis zur Sinteröfen für Keramik, bis hin zur Überwachung der Konzentration in Abluftkanälen vor thermischen Abluftreinigungsanlagen, auch in der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Der  Analysator verwendet das Messprinzip der Flammenionisationsdetektion (FID). Dabei wird ein Teilstrom des Messgas in einer Wasserstoffflamme oxidiert und dabei in einem elektrischen Feld die Menge der entstehenden Ionen gemessen. Dieses bewährte Messprinzip eignet sich zur Messung der Konzentration von Kohlenwasserstoffen in ppmC oder mgC/m3s, insbesondere in niedrigen Messbereichen.

Die Ausführung des Modell 650 FID ermöglicht die Installation direkt an der Prozesswand. Dies führt zu kurzen Messgasleitungen mit einer entsprechend schnellen Ansprechzeit und vermeidet Probleme mit externen, möglicherweise zu beheizenden Messgasleitungen. Das Messgas kann Temperaturen bis zu 700°C aufweisen.

Um Kondensation im Probennahmeweg zu vermeiden, werden alle messgasberührten Teile auf 200°C beheizt. Dies verhindert sowohl ungenaue Messungen, die durch Kondensation der zu messenden Bestandteile hervorgerufen werden können, als auch übermäßige Wartungsarbeiten aufgrund von Kondensation und Versottung.

Zwei integrierte Messgasfilter  sorgen für eine effektive Abscheidung von Partikeln. Die Ansaugung des Messgases aus dem Prozess wird mittels eines Injektors realisiert, der mit Druckluft betrieben wird. Diese Methode eliminiert alle beweglichen Teile im Messgassystem, die zu vorzeitigen Ausfällen führen könnten.

Die hohe Verfügbarkeit der Analysatoren führt zu einer Minimierung des Wartungsaufwandes. Wenn Wartung durchgeführt werden muss, dann spielt die wartungsfreundliche Konstruktion alle Vorteile aus. Im Regelfall werden alle Wartungsarbeiten am installierten Gerät vor Ort vorgenommen, da die hervorragende Zugänglichkeit der zu wartenden Bauteile die Wartung einfach und schnell ermöglicht.

Die Steuerung der Funktionen des Modell 650 FID erfolgt über einen Mikroprozessor. Sämtliche Parameter und diagnostische Daten lassen sich am Display des Analysator jederzeit anzeigen und eine Busschnittstelle mit Modbus RTU liefert diese Daten sowie die Messwerte mit höchster Genauigkeit und Auflösung.

Der Mikroprozessor steuert auch den automatischen Ablauf der Kalibrierungen, bei denen Nullgas und Endgas über integrierte Magnetventile automatisch aufgegeben werden und die Justierung des Analysators automatisch durchgefürht wird. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Kalibrierung geht der Analysator wieder in den normalen Messbetrieb über.

Das Bedienkonzept des Modell 650 FID bietet mehrere Möglichkeiten zur Bedienung:

  • Bedienung direkt am Gerät über das Bedienpanel mit Bedientasten, LCD-Display und Status-LEDs
  • Fernauslösung von Aktionen (z.B. Kalibrierung) über zwei konfigurierbare digitale Eingangskontakte
  • Fernbedienung über die serielle Schnittstelle, z.B. mit dem Touch-Bedienpanel MON650-CT

Der Analysator überwacht ständig die Funktion der wichtigsten Betriebsdaten. Eine Störung wird signalisiert, wenn einer der folgenden Fehler festgestellt wird: elektrischer Fehler im Sensor, Verlust der Stromversorgung, Unterschreitung der Betriebstemperatur, Erlöschen der Flamme oder mangelhafte Versorgung mit Brenngas. Eine Störung wird als Klartext im Display und über eine LED am Gerät angezeigt und über einen potentialfreien Kontakt signalisiert.

Ein zusätzliches Relais für Wartungsanforderungen zeigt Veränderungen schon an, bevor sie zu Störungen führen, der Grund für die Wartungsanforderung wird im Display angezeigt und ermöglicht die rechtzeitige Einplanung von Wartungsarbeiten.

Modellbezeichnungen SNR650
Messbereich 0-50 mgC/m3 bis 0-10.000 mgC/m3
Detektortemperatur 200°C
Linearität ± 1% vom Messbereichsendwert
Messgasberührte Teile Gehärtetes Aluminium, Edelstahl, Viton/Kalrez
Abmessungen 406mm H x 307mm B x 216mm T
Messgas Taupunkt und Flammpunkt < Betriebstemp.
Optionen:
  • Korrosionsbeständiges Gehäuse (IP65)
  • Zentrales, separates Bedienpanel zur Bedienung, Aufzeichnung und Diagnose
Konformität
  • CE
  • Probenahme aus Ex-Zone 2 möglich: EX II 3/- G IIC T2 Gc/-