Die PrevEx FTA Gasanalysatoren der Serie 670

auf Basis der Flammentemperaturanalyse (FTA) sind eine ganze Serie von Gerätemodellen für die kontinuierliche Überwachung der Konzentration von brennbaren Gasen und Dämpfen (% UEG). Die überlegenen Eigenschaften des Detektors und der Probenahme sichern höchste Genauigkeit und Verlässlichkeit in den unterschiedlichsten Anwendungen. Die industriegerechte Ausführung der Analysatoren ermöglicht den Betrieb auch unter schwierigsten Umgebungsbedingungen.

  • UEG-Überwachung von industriellen Prozessen wie Lösemitteltrockner oder thermischen Abluftreinigungsanlagen
  • Gleichmäßige Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Stoffen ermöglicht genaue Messung auch bei komplexen Gemischen
  • Online-Montage mit beheiztem Probenahmesystem für zuverlässige, schnelle Messung und geringem Wartungsaufwand
  • Auch für die Installation im Außengelände und in Ex-Zonen
  • ATEX Baumusterprüfbescheinigung einschließlich messtechnischer Funktionsprüfung
  • Verfügbare Stufen funktionaler Sicherheit: SIL1 und PL d.

PrevEx Analysatoren finden Anwendung in allen industriellen Prozessen, in denen brennbare Gase oder Dämpfe auftreten können. Das Spektrum reicht vom Flexodruck bis zur Stahl- und Aluminiumbandbeschichtung (Coil-Coating), von Wärmebehandlungsöfen bis zur Sinteröfen für Keramik, bis hin zur Überwachung der Konzentration in Abluftkanälen vor thermischen Abluftreinigungsanlagen, auch in der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Die PrevEx Analysatoren verwenden das Messprinzip der Flammentemperaturanalyse (FTA). Dabei wird einer sorgfältig kontrollierten Pilotflamme in der Brennkammer das Messgas zugeführt, brennbare Substanzen im Messgas werden in der Flamme oxidiert und die resultierende Erhöhung der Flammentemperatur wird in einen Messwert in Prozent der unteren Explosionsgrenze (% UEG) umgesetzt. Dieses seit über 30 Jahren bewährte Messprinzip hat den großen Vorteil, dass die Empfindlichkeit gegenüber den verschiedensten brennbaren Stoffen, insbesondere Lösemitteln, nur extrem wenig schwankt. Dies erlaubt die genaue Messung auch von komplexen und veränderlichen Gemischen.

Das FTA Messprinzip misst außerdem zusätzlich auch anorganische Stoffe wie z.B. Kohlenmonoxid (CO), Wasserstoff (H2), Schwefelwasserstoff (H2S) und Ammoniak (NH3).

Die Ausführung der Analysatoren erlaubt die Installation direkt an der Prozesswand. Dies führt zu kurzen Messgasleitungen mit einer entsprechend schnellen Ansprechzeit und vermeidet jegliche Probleme mit externen, möglicherweise zu beheizenden Messgasleitungen.

Eine konzentrische Probenahmesonde ermöglicht die einfache Beheizung der Messgasleitung mit dem heißen Abgas des Gerätes bis in den Prozess hinein, um sicherzustellen, dass keine Kaltstellen entstehen. Das Messgas selbst kann Temperaturen bis zu 700°C aufweisen, darüber hinaus müssen Keramiksonden eingesetzt werden.

Um Kondensation im Probennahmeweg zu vermeiden, werden alle messgasberührten Teile beheizt. Die Temperatur wird so gewählt, dass die Tau- bzw. Flammpunkte der Messgasbestandteile unterhalb der Betriebstemperatur des Analysators liegen und damit die Kondensation von Bestandteilen des Messgases verhindert wird. Dies verhindert sowohl ungenaue Messungen, die durch Kondensation der zu messenden Bestandteile hervorgerufen werden können, als auch übermäßige Wartungsarbeiten aufgrund von Kondensation und Versottung.

Zwei integrierte Messgasfilter (Filterelemente und Sintermetallfilter) sorgen für eine effektive Abscheidung von Partikeln. Zusätzlich sind die Gaswege im Analysator großzügig dimensioniert, so dass leichte Ablagerungen nicht sofort zu Problemen in der Probenahme führen.

Die Ansaugung des Messgases aus dem Prozess wird mittels eines Injektors realisiert, der mit Druckluft betrieben wird. Diese Methode eliminiert alle beweglichen Teile im Messgassystem, die zu vorzeitigen Ausfällen führen könnten.

Die hohe Verfügbarkeit der Analysatoren führt zu einer Minimierung des Wartungsaufwandes. Wenn Wartung durchgeführt werden muss, dann spielt die wartungsfreundliche Konstruktion alle Vorteile aus. Im Regelfall werden alle Wartungsarbeiten am installierten Gerät vor Ort vorgenommen, da die hervorragende Zugänglichkeit der zu wartenden Bauteile die Wartung einfach und schnell ermöglicht.

Das Bedienkonzept der Analysatoren erlaubt mehrere Möglichkeiten:

  • Bedienung direkt am Gerät über das Bedienpanel mit Bedientasten, LCD-Display und Status-LEDs
  • Fernauslösung von Aktionen (z.B. Kalibrierung) über zwei konfigurierbare digitale Eingangskontakte
  • Fernbedienung über die serielle Schnittstelle, z.B. mit dem Touch-Bedienpanel MON670-CT

Kalibrierungen laufen nach Auslösung vollautomatisch ab: die integrierten Magnetventile für die Kalibriergase öffnen bzw. schließen sich selbständig und das Gerät übernimmt nach einer Plausibilitätsprüfung die neu ermittelten Kalibriereinstellungen.

Der Analysator überwacht ständig die Funktion der wichtigsten Betriebsdaten. Eine Störung wird signalisiert, wenn einer der folgenden Fehler festgestellt wird: elektrischer Fehler im Sensor, Verlust der Stromversorgung, Unterschreitung der Betriebstemperatur, zu geringer Messgasfluss, negative Messwertanzeige verursacht durch Erlöschen der Flamme oder mangelhafte Versorgung mit Brenngas. Eine Störung wird als Klartext im Display und über eine LED am Gerät angezeigt und über einen potentialfreien Kontakt signalisiert.

Ein zusätzliches Relais für Wartungsanforderungen zeigt Veränderungen schon an, bevor sie zu Störungen führen, der Grund für die Wartungsanforderung wird im Display angezeigt und ermöglicht die rechtzeitige Einplanung von Wartungsarbeiten.

Für die funktionale Sicherheit sind Bescheinigungen für SIL1 nach EN 50271:2010 und für PL d nach EN ISO 13849-1 verfügbar.

Modellbezeichnungen SNR671-T6, SNR672-T4, SNR672-T3, SNR674-T3, SNR674-T2, SNR675-T2
Messbereich 0-80% UEG
Detektortemperatur von 60°C bis 250°C
Eichwertstabilität ± 5% pro Jahr
Ansprechzeit
T50 T90
SNR671/672 ≤ 2 s ≤ 3 s
SNR674/675 ≤ 1,7s ≤ 2,1s
ab Sondeneingang, Probentransportzeit: ca. 0,5 Sekunde/Meter
Geräte mit Verdünnungsoption: T90 ≤ 4 s, zzgl. 1 Sekunde/Meter Probentransportzeit.
Messgasberührte Teile Gehärtetes Aluminium, Edelstahl, Viton/Kalrez
Abmessungen 406mm H x 307mm B x 216mm T
Messgas Taupunkt und Flammpunkt < Betriebstemp.
Sauerstoffkonz.: 12% – 21%Vol. (0% – 21%Vol. mit Verdünnungsoption)
Optionen:
  • Überdruckkapselungssteuerung für Installation des Analysators in Ex-Zone 1 oder 2
  • Korrosionsbeständiges Gehäuse (IP65)
  • Messgasverdünnung für Messgase mit niedrigen Sauerstoffkonzentrationen
  • Zentrale, separate Bedienpanels zur Bedienung, Aufzeichnung und Diagnose
Konformität ATEX Baumusterprüfbescheinigung DMT 03 ATEX G 001 X:

  • II 2/- G IIC T2/T3/T4/T6 Gb/-
  • II 2G Ex pxb IIC T2/T3/T4/T6 Gb

einschließlich Messfunktion gemäß EN 60079-29-1, EN 50271. Geprüfte Stoffe: Propan, Aceton, Benzol, 2-Butanon, Ethanol, Ethylacetat, n-Hexan, 2-Propanol, n-Heptan, o-Xylol, Toluol und Shellsol 60/95.

  • SIL1-fähig
  • Performance Level d für bis zu kontinuierlichen Anforderungsraten verfügbar
  • EN 50270

Dokumente:

Datenblatt PrevEx SNR67x-Tn

Zubehör:

Übersichtsseite FTA Monitor 670 CTBedienpanelserie FTA Monitor 670 CT für die Fernbedienung und Messwert-/Ereignisaufzeichnung von PrevEx FTA Analysatoren.

Weitere interessante Seiten:

Typische Einsatzgebiete für die PrevEx FTA Analysatoren